Doula

Dienerin der Frau – Was macht eine Doula?

Gastbeitrag von Nadine von „Doula Nadine Helmstedt“

In den USA schon lange etabliert, gibt es Doulas nun auch zunehmend in Deutschland. Doch über dem Begriff „Doula“ kreisen noch viele Fragezeichen. Was verbirgt sich hinter dem Begriff? Wobei kann mir eine Doula während und nach meiner Schwangerschaft helfen? Und wobei auch nicht? Kostet das was? Und wer sind Doulas eigentlich? 

Ich bin selbst Mutter und Doula und möchte dir mit meinen Zeilen gern alle diese Fragen beantworten. Mein Name ist Nadine, ich bin 40 Jahre alt, verheiratet und Mama von vier Kindern zwischen 3 und 19 Jahren. 2021 habe ich meine Ausbildung zur Doula absolviert – meine absolute TraumBERUFung. 

Eine Doula – was ist das?  

Der Begriff Doula kommt aus dem altgriechischen und bedeutet so viel wie “Dienerin der Frau“. Schon vor hunderten Jahren gebaren Frauen im Kreis von anderen, geburtserfahrenen Frauen. Nach und nach wurde den Frauen dieses Können und Wissen rund um Geburt durch die Medizin (hauptsächlich Ärzte) aberkannt. Dieser natürliche Vorgang wurde pathologisiert und damit in die Krankenhäuser verlegt. Dort wurde immer mehr überwacht und leider auch immer mehr eingegriffen. Aber ist das nötig? Benötigt eine gesunde Frau mit einer gesunden Schwangerschaft eine Überwachung? Ärzte? Medikamente? Ich denke nein. Frauen benötigen Bestärkung, Verbindung zu ihrem Körper und ihrem Kind. Zu einer physiologisch selbstbestimmten Geburt gehören Intuition, Privatsphäre, Ruhe, Entspannung und liebevolle, kontinuierliche Geburtsbegleiter. Genau dabei möchte ich dich und deine*e Partner*in unterstützen. 

Egal, welcher Geburtsort für dich der Richtige ist, eine Doula ist deine nichtmedizinische Geburtsbegleiterin.  
Du lernst sie schon während der Schwangerschaft kennen. Während der Geburtsreise steht sie dir kontinuierlich zur Seite. Praktisch wie eine gute Freundin und Beraterin auf Zeit. 

Begleitung und Beratung für die selbstbestimmte Geburt 

Zusammen finden wir heraus, wie deine Wünsche und Ängste rund um die Geburt aussehen, was zu deiner Entspannung beiträgt und wie du ganz bei dir bleiben kannst. Dabei wird der Blick auf deine Stärken, positive Affirmationen und Selbstbestimmung gerichtet. Offene Fragen werden besprochen und Möglichkeiten aufgezeigt. Denn nur, wenn du weißt, welche Möglichkeiten du hast, kannst du selbstbestimmte Entscheidungen treffen.  

Welche Dinge beschäftigen die werdende Mama und ihre:n Partner:in?
Es könnten sein: 

  • Fragen um Geburtsort/ Umgebung/ Partner 
  • Abläufe und evtl. Interventionen und wie man damit umgehen kann 
  • Muss man sich auf das Stillen vorbereiten? 
  • Wichtigkeit und Vorbereitung für das Wochenbett 
  • Was soll mit der Plazenta passieren? 
  • Sollte man die Nabelschnur auspulsieren lassen? Wenn ja, warum? 
  • Welche Gestaltungs-Möglichkeiten gibt es, wenn ein Kaiserschnitt nötig ist? 
  • Macht es Sinn, einen Geburtsplan zu erstellen? 
  • Welche Möglichkeiten der Schmerzlinderung gibt es? 

„Eins-zu-Eins“ Geburtsbetreuung durch eine Doula hat positive Effekte 

Nach der Studie der angesehenen Cochrane Collaboration haben Frauen mit einer kontinuierlichen „Eins-zu-Eins“ Geburtsbetreuung durch eine außenstehende Person, im Vergleich zu Frauen ohne kontinuierliche Betreuung u.a. in folgenden Punkten ein geringeres Risiko: 

  • 41% weniger Saugglocken- oder Zangengeburten 
  • 33% weniger Unzufriedenheit und/oder negative Geburtserfahrungen 
  • 28% weniger Schmerzmittel oder Anästhetika 
  • 26% weniger Kaiserschnittgeburten 

Die Untersuchungen ergaben außerdem, dass: 

  • Eltern sich sicherer und betreuter fühlten 
  • Eltern sich erfolgreicher an ihre neue Familiendynamik anpassten 
  • wesentlich mehr Babys voll gestillt wurden 
  • Eltern mehr Selbstvertrauen im Umgang mit dem Baby hatten 
  • Frauen signifikant seltener an Wochenbettdepressionen litten. 

Sie kamen daher zu dem Schluss, dass alle Frauen Unterstützung während der Schwangerschaft, der gesamten Wehentätigkeit, von ihrem Beginn an bis zur Geburt, und in der Zeit danach im Wochenbett haben sollten. In jedem Fall schafft eine Geburt mit einer Doula schönere Erinnerungen, mehr Freude an der eigenen Kraft und Ausdauer sowie einen Hauch von Luxusgefühl, dass sich jede Gebärende verdient hat! 

(Quelle: Hodnett et al. Cochrane Database Systemic Review 2003 und Marshall, H. Klaus, John H. Kennell, Phyllis H. Klaus, Doula Der neue Weg der Geburtsbegleitung, Mosaik Verlag 1995) 

Doula – Kraftspender und Seelentröster im Wochenbett 

Bei den Treffen im Wochenbett besprechen wir die Geburt noch einmal. Du erhältst Tipps für stärkende Ernährung. Bei Bedarf vermittele ich dir Hilfsangebote. Wenn gewünscht, bekommst du eine Massage oder ich zeige dir das Bengkung Bellybinding, damit du deinen „neuen“ Körper annehmen und gut in deiner neuen Rolle ankommen kannst. Wenn ich deine Geburt begleitet habe, erstelle ich dir gern einen Geburtsbericht. 

Auch wenn eine Schwangerschaft kein glückliches Ende hat, kannst du dich auf die Unterstützung deiner Doula verlassen. Sie ist auch bei einem Abort oder einer stillen Geburt bei dir. Sie hält dich, hört dir zu, tröstet. Durch ein gutes Netzwerk kennt sie gute Hilfsangebote und begleitet dich liebevoll.   

(K)eine Frage des Geldes 

Die Dienstleistung einer Doula ist eine Privatleistung. Die Preise kann jede Doula individuell gestalten. Sie liegen etwa zwischen 700 bis 1.000 Euro für die gesamte Dauer der Begleitung. Unter Umständen übernimmt deine Krankenkasse einen Teil davon. Nachfragen lohnt sich. Für einkommensschwache oder alleinerziehende Frauen besteht die Möglichkeit, über den Verein „Doulas in Deutschland e.V.“ eine ehrenamtliche Begleitung zu beantragen. Über diese Homepage findest du auch eine Doula in deiner Nähe. 

Wenn du dich über mein Angebot informieren oder meine Begleitung in Anspruch nehmen möchtest, besuch gern meine Homepage www.doula-nadine-helmstedt.de und melde dich für ein unverbindliches Kennenlernen bei mir.  

Blessingway – die Alternative zur Babyshowerparty 

Zum Abschluss möchte ich dir noch ein besonderes Ritual in der Zeit der Schwangerschaft vorstellen. Beim Blessingway steht die werdende Mama im Mittelpunkt. Ihre Weiblichkeit und Gebärfähigkeit wird gefeiert und geehrt. Die (zumeist) Frauen, die ihr am Nächsten stehen, kommen zusammen, um sie mit guten Wünschen und Liebe zu überschütten. Es geht nicht um Geschenke fürs Baby. Vielmehr um eine stärkende Verbindung und positive Bestärkung. 

Bei diesem Kreis kannst du dich auf schöne Deko, Kerzen, Blumen, Kreativität und innigen Kontakt mit den dir wichtigsten Menschen freuen. 

Dafür gibt es wunderschöne Rituale, die individuell auf dich und deine Wünsche abgestimmt werden. Doulas helfen hier liebend gern bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Rituals. 

Deine Nadine, Doula aus Leidenschaft

Foto: ©www.bandenbilder.de

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